B¨rger Stiftung Stormarn

Erfolgsgeschichten der Integration aus Barsbüttel!

Was ist aus den Geflüchteten geworden?  Einige Erfolgsgeschichten der Integration aus Barsbüttel!


Barsbüttel hat, wie alle anderen Kommunen auch, seit 2015 verstärkt Geflüchtete Menschen aus Syrien, Afghanistan, Eritrea und anderen Krisen- und Kriegsgebieten aufgenommen. Sie leben bzw. lebten in allen vier Ortsteilen unserer Gemeinde.

Mit Hilfe der Sozialpaten der Bürger-Stiftung konnten viele hier den Weg der Integration gehen. Mit großer Freude können wir - natürlich anonymisiert – ein paar Beispiele nennen, die Namen der Betroffenen wurden geändert.

Eine Barsbütteler Sozialpatin erzählt:

Hakim kam vor fünf Jahren aus Syrien zu uns. Der 32-Jährige war bereits in seiner Heimat studierter Chemiker.  Sein Ingenieurs-Titel in Chemie wurde mittlerweile in Deutschland anerkannt. Hakim hat eine eigene Wohnung, seit etwa einem Jahr den deutschen Führerschein und auch ein eigenes Auto. Er arbeitet z.Zt. in Nachtschicht als Kommissionierer und zusätzlich hat er einen Studienplatz an der Uni in Hamburg in Chemie, Fachbereich Verfahrenstechnik, weil er hierin seinen Master machen möchte. Sozialleistungen bezieht er schon lange nicht mehr und hat in Norddeutschland viele (neue) Freunde gefunden.

Leider hat Hakim nur subsidiären (ergänzenden, nachgeordneten) Schutz erhalten, seine beiden Brüder (einer in Hamburg, der andere in Süddeutschland) dagegen den vollen Asyl-Status. Alle drei sind ungefähr zeitgleich aus Syrien geflohen und alle drei kamen aus derselben Region...

Hakim versucht seit mittlerweile fast drei Jahren, seine Verlobte nach Deutschland nachzuholen - was ihm mit der Begründung "nur subsidiärer Status" bisher verwehrt wird. Die Eltern und ein Bruder seiner Verlobten sind ebenfalls in Deutschland und der Bruder hat sogar in Deutschland eine Niederlassungserlaubnis! Leider war die Verlobte bereits volljährig, so dass ihre Familie sie nicht nachziehen konnte. Wir suchen z.Zt. nach einer neuen Wohnung im Kreis Stormarn.

Baschar hatte in Syrien ein Studium in Elektrotechnik begonnen. Dieses Studium nahm er in Hamburg wieder auf - und er ist zuversichtlich, in ca. 1-2 Jahren seinen Abschluss zu erlangen. Der 29-Jährige hat ein Zimmer in einem Studentenwohnheim und auch in Deutschland seinen Führerschein gemacht. Baschar hat mittlerweile seine Niederlassungserlaubnis für Deutschland erhalten.

Saad, 33 Jahre alt, hat erfolgreich seine Familie nach Deutschland geholt und ist mittlerweile hier Vater eines weiteren Kindes geworden. Er hatte in Syrien keine vernünftige Ausbildung und konnte nicht arabisch lesen und schreiben…

Er hat in Deutsch mittlerweile B1 und arbeitete fleißig als Lagerrist in einer Firma in Barsbüttel. Leider hat er durch CORONA-Abbaumaßnahmen seine Beschäftigung verloren. Er sucht aktuell nach einer neuen Arbeit.

Seine Kinder gehen in die Schule bzw. in die Kita und sprechen schon sehr gut Deutsch. Einer seiner Söhne konnte sogar (nach einer kleinen Eignungsprüfung) in eine höhere Schul-Klasse gehen, als die Schule ursprünglich für ihn vorgesehen hatte. Auch seine Frau lernt fleißig - und sobald der Jüngste in die Kita geht, will sie ebenfalls eine Arbeit finden.

Der 22-jährige Zafir hat im letzten Wintersemester sein Studienkolleg an der Uni in Kiel absolviert und dort auch ein Apartment in einem Studentenwohnheim bekommen. Er studiert mittlerweile Informatik an der Uni Kiel. Und das, obwohl sein Einser-Abi in Deutschland nur als mittlere Reife anerkannt wurde, weil er es in Saudi-Arabien gemacht hatte…Mittlerweile überlegt er, ob er eine Ausbildung vorschalten sollte.

Adil ist 32 Jahre alt und fand Arbeit bei einer Elektrofirma und eine Wohnung in Barsbüttel. Er holte seinen kleinen Bruder nach Deutschland nach, um ihn vor der Zwangseinberufung zum syrischen Militär zu retten. Adil ist außerordentlich fleißig und hat sich sowohl Führerschein als auch eigenes Auto erarbeitet.

Der 37-jährige Dayyan war in Syrien Bus- und Taxi-Fahrer. Nach einer erfolgreichen Weiterbildungsmaßnahme arbeitet er mittlerweile mit viel Freude als Busfahrer beim VHH.

Und da gibt es noch Esat, der für meinen Mann und mich ebenfalls zum guten und verlässlichen Freund geworden ist. Der 37-Jährige hat in Glinde eine kleine Wohnung und auch den deutschen Führerschein in der Tasche. Er arbeitet seit mehreren Jahren freiwillig und unentgeltlich bei der Barsbütteler Tafel mit. Esat hat eine sehr hohe soziale Kompetenz und würde gerne eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger machen. Er sucht schon lange einen Ausbildungsplatz und hat bereits drei Praktika absolviert. Leider sind durch Corona einige Einstellungstests abgesagt worden, weshalb er immer noch keinen Platz hat.
Dies ist nur eine kleine Auswahl überwiegend positiver Lebenswege. Mit Hilfe der Sozialpaten der Bürger-Stiftung konnte vielen Geflüchteten geholfen werden.

Können sie sich vorstellen, auch als Sozialpate zu helfen?

Dann melden Sie sich bei Detlef Bösch unter 040-28 949 691.
Fragen zu den verschiedenen Projekten, der Arbeit der Zeitspender der Stiftung u.a. beantwortet Ihnen Detlef Bösch gerne.


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