17.06.2026
Mit viel Engagement, gegenseitiger Unterstützung und großer Freude ist das Projekt „Ökologisch-transkulturell Gärtnern am Gut Wulksfelde“ erfolgreich in die Saison 2026 gestartet.
In diesem Jahr bewirtschaften 25 Familien und Einzelpersonen gemeinsam 20 Ackerparzellen mit insgesamt 800 Quadratmetern Anbaufläche. Dabei geht es um weit mehr als das Säen, Pflanzen und Ernten von Gemüse: Auf dem Acker entstehen Begegnungen, Freundschaften und ein lebendiger transkultureller Austausch. Menschen mit Wurzeln in Syrien, Iran, Burkina Faso, Tschetschenien, der Ukraine, Polen und Deutschland bringen ihre Erfahrungen, Geschichten und Perspektiven in das Projekt ein.
Bereits beim Vorbereitungstreffen wurde deutlich, wie besonders diese Gemeinschaft ist. Bei einem gemeinsamen transkulturellen Picknick mit selbst zubereiteten Speisen wurden neue Teilnehmende herzlich willkommen geheißen, Erfahrungen ausgetauscht und die kommende Saison geplant. Schnell wurde klar: Das Projekt lebt nicht nur von der gemeinsamen Arbeit auf dem Feld, sondern vor allem vom Miteinander.
Auch der Saisonstart und die anschließende Pflanzaktion waren geprägt von Teamgeist und guter Stimmung. Gemeinsam wurden die Parzellen vorbereitet, Saatgut verteilt und zahlreiche Gemüse-, Kräuter- und Blumenpflanzen gesetzt – von Gurken, Tomaten und Paprika über Kürbis und Kohl bis hin zu Kräutern und Sonnenblumen. Unterstützt durch fachkundige Begleiterinnen erhielten die Teilnehmenden wertvolle Tipps zur Pflanzung, Pflege und ökologischen Bewirtschaftung.
Mehrere Teilnehmende bezeichneten die Gemeinschaft inzwischen liebevoll als „Ackerfamilie“. Kaum ein Begriff könnte besser beschreiben, was am Gut Wulksfelde gewachsen ist: ein Ort des Vertrauens, der Begegnung und der gegenseitigen Unterstützung.
Besonders beeindruckend ist die hohe Eigenverantwortung innerhalb der Gruppe: Viele organisatorische Aufgaben werden inzwischen selbstständig übernommen. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, Wissen wird geteilt, und bei Herausforderungen helfen sich die Teilnehmenden gegenseitig. So entsteht ein starkes Gemeinschaftsgefühl, das weit über das Gärtnern hinausgeht.
Ein besonders berührender Moment ergab sich beim gemeinsamen Picknick nach der Pflanzaktion. In Gesprächen über Herkunft, Religion, Familie und persönliche Lebenswege wurde deutlich, wie verbindend dieses Projekt wirkt – gerade auch für Menschen, deren Familien durch Krieg, Flucht oder Migration auf verschiedene Länder verteilt leben.
In den kommenden Monaten freuen sich die Teilnehmenden auf weitere gemeinsame Aktionen wie Erdbeer- und Blaubeerernte, Kartoffelernte, Sommerpicknick und das große Erntefest. Schon jetzt zeigt sich: Auf diesem Acker wachsen nicht nur Gemüse und Kräuter – hier wächst Gemeinschaft.